»Kamikaze Girls«

Sonntag, 09. Juli 2006

Großer, großer, großer Film.

»Gusha no bindume«

Montag, 15. Mai 2006

a.k.a. »Gusher No Binds Me« a.k.a. »Hellevator« a.k.a. »The Bottled Fools«.

O mein Gott, O mein Gott, O mein Gott, endlich wieder ein Film bei dem man die ganze Zeit denkt: »Warum können die in Deutschland nicht so krasse Filme machen?« Klar, man merkt ein bischen, daß es nicht unendlich viel Geld für den Film gab, aber das tut einem Film ja manchmal auch sehr gut (siehe »Cube«).

Bißchen schade (und je länger man drüber nachdenkt desto mehr), daß nicht genau geklärt wird, was die Ursache für die mentale Verfassung von Luchino ist. Auch wär ein bischen weniger Splatter vielleicht mehr gewesen aber nur um das mal klar zu stellen: entgegen der Meinung von gewissen Kommentatoren bei imdb.com ist dieser Film um Klassen besser als Kram wie »Resident Evil«. Popcorn-Kino vs. Independent-Underground-Splatter-Sci-Fi? Wer da wohl gewinnt.

Spannend auch die Parallelen zu Tsutomu Niheis »Blame!«. Ich bin mir sicher, daß das zufällige Ähnlichkeiten sind und sie sind auch nicht besonders groß, mal abgesehen von dem Ausgangspunkt, daß beide Welten in Ebenen aufgebaut sind gibt es da natürlich nicht viel. Außer vielleicht der Stimmung, wenn sie mal einen Realfilm von »Blame!« machen sollten, dann bitte so, dieser Film hat genau dieses Gefühl von Enge, Klaustrophobie, Düsternis und Hoffnungslosigkeit, wie »Blame!« in seinen besten Momenten.

Also: Kaufen, kaufen, kaufen, »Blame!«-Fans noch mehr als alle anderen.

»Wu Ji – The Promise« / »Seven Swords»

Dienstag, 21. März 2006

Ich habe diese Filme beide an einem Wochenende gesehen und zwar in genau umgekehrter Reihenfolge wie ich sie in der Überschrift aufgelistet habe.

Ich hatte mich auf »Seven Swords« gefreut, auch wenn mir irgendwo im Hinterkopf rumspukte, daß der Cannes-Korrespondent der taz nicht besonders angetan war. Mir war klar, daß jemand, der »A Chinese Ghost Story« gemacht hat immer an diesem Erfolg gemessen werden wird. Der letzte Film, der mir von Tsui Hark noch in Erinnerung war, ist »Vampire Hunters«, ein kleiner Film, an dem ich großen Spaß hatte, weil ich damals noch nicht wusste, daß sich Zombies in der chinesischen Sagenwelt wohl immer »sackhüpfend« fortbewegen. Ich fand’s köstlich, einen schöner Nachgesang auf die guten, alten HK-Trash-Cinema-Zeiten. Daß der vollkommen blödsinnige »Zu Warriors« auch von Hark ist, war mir gar nicht bewusst, dann ist »Seven Swords« doch wieder ein Schritt nach vorn. Nichtsdestotrotz war ich nicht wirklich begeistert von »Seven Swords«, der Film ist ganz nett, wirkt aber irgendwie sehr uneinheitlich. Meiner Meinung nach hätte sich die Handlung auf weniger Charaktere und Orte Beschränken können und die Geschichte zieht sich vor allem am Ende wieder mal sehr hin. Ich war damals von »Musa« auch nicht begeistert, aber gegen »Seven Swords« hat er irgendwie einiges an Dramatik und Brutalität (deren Einsatz bei Hark sehr befremdlich wirkt) zu bieten.

Trotzdem ist »Seven Swords« immer noch eine Meisterleistung gegen Chen Kaiges »Wu Ji«. Das Hauptproblem dieses Filmes ist seine Unentschlossenheit und der massiv löchrige Plot. Irgendwann versucht man gar nicht mehr zu verstehen, was jetzt genau warum passiert, sondern schaut sich das ganze nur noch resigniert an. Der Tod für einen jeden Film.

Außerdem weckt »Wu Ji« Erwartungen, die er nicht erfüllen kann. Um sich in die Reihe von »House of Flying Daggers« etc. einzureihen, in die er bei den Ankündigungen hier im Westen ja gerne gestellt wird, ist er vor allem in seinen Kampfszenen, aber natürlich auch bei den immer wieder bewunderten, hahnebüchend schlechten CGI-Sequenzen einfach zu trashig. Und um ein cooler Big-Budged Trashfilm à la »Storm Riders« zu sein driftet er im seeeeeeehr langatmigen letzten Drittel wieder zu sehr in Richtung Drama à la »House of Flying Daggers« ab. Und das Drama wiederum wird durch den an den Haaren herbeigezogenen Schluß wieder ins lächerliche gekehrt. Alles in allem ein Film, der so sehr zwischen den Stühlen steht, daß er sehr unsanft auf den Hintern fällt.

Und die CGI-Sequenzen waren ja mal sowas von schlecht.

Schade, auch wenn (nach den Kommentaren von imdb.com zu »Wu Ji«) »Hero«, »House of Flying Daggers« etc. von vielen anscheinend als schlechte Hollywoodanbiederungen des asiatischen Kinos gesehen werden, ich mochte diese Filme irgendwie. Aber schon vor diesem Wochenende hatte ich das Gefühl, daß dieses Genre dabei ist, sich selbst aufzufressen. Und genau den Anschein hat es auch: ein paar Varianten im Thema, ein paar neue Drahtseil-Tricks um dem westlichen Publikum ein ungläubiges Raunen zu entlocken und das war’s dann mit dem Höchstmaß in Innovation. Das kann uns alte Asia-Hasen nicht vom Hocker hauen, ich sehne mich kleinen Filmchen wie »Bride with White Hair« oder »Picture of a Nymph«, die ein paar nette Ideen und viel trashige Spezialeffekte zu einen netten Kinoabend machen. Wenn ich 120 Minuten gähnen will, kann ich auch zu Roland Emmerich gehen.

Bleibt nur noch »Shadowless Sword« als meine letze Hoffnung. Aber ich bin wenig optimistisch.

Kleiner Nachtrag: »Shadowless Sword« ist übrigens so belanglos, daß ich mich einen Monat danach nicht mehr daran erinnern konnte ob ich ihn schon gesehen hatte oder nicht, geschweige denn mich an irgendwas von der Handlung oder sonstigem erinnern konnte.

»Steamboy«

Samstag, 25. Februar 2006

Krass.

»Daß Leute dumm sind setz’ ich als bekannt voraus.«

Freitag, 24. Februar 2006

So gehört von der Freundin eines Kommilitonen als Kommentar zu einem alternative-victim, der sich in meinem neuen hate-club, dem Merz (bitte schmeißen sie den DJ weg, der geht ja wohl gar nicht klar), mit seinem Stuhl so schlau in den Durchgang zwischen ein paar Tischen setzte, daß niemand mehr hindurchkam.

»Wild Zero«

Dienstag, 21. Februar 2006

OMG! A Rockabilly-Zombie-Splatter-Shemale-Love-Story-UFO-movie. I fucking love this. Aside of not playing in the same league anyway this is the second best zombie-movie I’ve seen so far right after »28 Days Later« and much better than for example Ryuhei Kitamura’s »Versus«.
This has all you ever might want from a good zombie-movie: the good olde metorite-theorie paired with stupid-looking ufos, flashy-dressed zombies, a bunch of super-cool Japanese quieffs and the one and only sweetest shemale-male lovestory ever. Gotta get the soundtrack.

Zombies never looked so blue.

Rock’n’Roll!

Der einzige Grund

Sonntag, 12. Februar 2006

jemals auch nur ganz kurz darüber nachzudenken einen PC zu kaufen: The Elder Scrolls. Das einzige Rollenspiel, das graphisch nicht nur in Klischees verhaftet und von seinen Möglichkeiten so unbegrenzt ist, daß ich meine helle Freude damit haben kann.

Ich glaube nicht, daß es ein anderes Rollenspiel gibt, daß atmosphärisch so ausgefeilt ist (Wetter, Tiere zum Jagen, Reiten auf Pferden etc.) und dem Spieler gleichzeitig solche Freiheiten, was die Missionen und das sich Bewegen innerhalb der Spielwelt anbelangt, bietet. Wenn man es mit so dreckigen Rollenspielen wie »Neverwinter Nights« oder »World of Warcraft«, die es auch für Mac gibt, vergleicht, möchte man weinen, aufgrund der schlechten Graphik, den fehlenden Ideen und den hahnebüchend peinlichen, stereotypen Charakteren, Landschaften und Gebäuden.
Da muss man dann auf so Sachen wie »Diablo« zurückgreifen, die sowohl von der Story, dem Gameplay als auch den Möglichkeiten, die man hat (und natürlich der Graphik) einfach nur als Spaß zu behandeln und mit z.B. »Morrowind« einfach nicht vergleichbar sind.

Trotzdem würde ich mir natürlich eher eine XBox – auf denen die »Elder Scrolls«-Spiele auch veröffentlich werden – kaufen, als ernsthaft in betracht zu ziehen wieder einen PC anzuschaffen.

Je n’aime pas

Mittwoch, 01. Februar 2006

Sharukh Khan. Das musste jetzt mal gesagt werden, wo alle irgendwie so geil auf ihn sind. Am Anfang der deutschen Bollywood-Welle war es ja noch ganz erträglich, aber nach dem fünften Film wird’s irgendwann nervig und ich habe nach »Veer-Zaara« geschworen, nie wieder einen Film mit ihm zu gucken.

Ich meine, die Filme sind echt Klasse, »Kabhi Khushi Kabhie Gham«, »Dil Se» oder wie gesagt »Veer-Zaara«, nette Filme keine Frage, aber eben nicht wegen sondern trotz Sharukh Khan.

Das ist jetzt ein bischen böse, aber kann es sein, daß es niemandem außer mir aufgefallen ist, daß er echt einfach mal nicht hübsch ist? Das ist ja bei den meisten indischen Schauspielern so (genauso wie bei westlichen)*, aber Herr Khan hat immer sowas schmieriges. Muss an seiner Frisur liegen (die ja auch einfach mal der Knaller ist).

Wo wir beim Thema wären – um mal wieder etwas objektiver zu werden: Er gehört auch zu diesen Schauspielern, die in jedem Film gleich aussehen und immer die gleichen Rollen spielen.

*Unter den asiatischen Schauspielern ist es fast genau umgekehrt. Da jagt ein schnuckeliger Mann den nächsten. Denkt mal an die ganzen Langhaarigen aus den neuen Swordsplay Filmen: Woo-sung Jung (»Musa – The Warrior«), Chen Chang (»Crouching Tiger, Hidden Dragon«), Jun-ho Jeong (»Legend of Evil Lake«), Takeshi Kaneshiro (»House of Flying Daggers«) etc. und vergleicht die mal mit sowas.

»Swing Girls«

Montag, 30. Januar 2006

Okay, bester Film seit langem.

Ähnlich wie bei »Kiki’s Delivery Service« stellt sich während und nach dem gucken dieses wunderbare »Hach-ist-das-schön«-Gefühl ein, dies ist ein Film ohne wirkliche Konflikte, ohne Drama, Mord, Totschlag oder Gore einfach nur eine witzige, mitreissende Kömodie über ein paar Schulmädchen, die eine Jazz-Bigband gründen.

Dem Regisseur Yaguchi Shinobu, gelang ja schon 2001 ein Achtungserfolg mit seinem Film »Waterboys«, der in ganz ähnlicher Weise wie »Swing Girls« von einem Haufen eher »uncooler« Jungs erzählt, die eine Synchronschwimmgruppe bilden. Ich hatte den Film im Kommunalen Kino gesehen und war eigentlich nur reingegangen, weil es der einmal im Monat laufende japanische Film war. Aber auch schon der Film bewirkte, was man nur bei recht wenigen Filmen erfährt, daß man begeistert und voll guter Hoffnung aus dem Kino kommt. Und genau so verhält es sich mit »Swing Girls« auch.

Und genau wie in »Waterboys« zeigt auch dieser Film ein paar schöne Eindrücke aus dem japanischen Alltag und der Schulzeit, oder dem was das japanische Kino uns typischerweise transportiert. Trotzdem und genau deswegen natürlich alles ganz herzallerliebst. Ein paar richtige Lacher gab es übrigens auch, wie zum Beispiel ein Mann, der eher unbeabsichtigt einen Hügel herunterfährt und sich ein paarmal dabei überschlägt und unten einfach weiterfährt als sei nichts gewesen. Oder wie die Damen von der Big Band im Fahrstuhl eines Supermarktes die nach oben zu transportierenden Schaufensterpuppen abknutschen, was die oben Wartenden natürlich etwas verwirrt.

So, als nächste muss dann wohl irgendwie »Give it all!« / »Ganbatte ikimasshoi!« ran, da geht es um eine Mädchenrudermannschaft, daß kann ja auch nur wieder schön werden.

Servicewüste Deutschland

Montag, 23. Januar 2006

Hallo? Wie kann das bitte sein, daß am Sonntag morgen (11:30) von 3 Bäckereien 0 aufhaben? Verdammt, ich will in Amerika leben oder Schweden wo sogar in so kleinen Kaffs wie Borgholm oder Eksjö die Supermärkte am Wochenende geöffnet haben. Schon mal was von »öppet alla dagar 10:00-22:00« gehört, Deutschland?