Die alten »Wallace & Gromit«-Sachen fand ich ja immer fein, auch wenn ich nicht so der Hardcore-Fan war. Das mit der Werkaninchen war irgendwie langweilig und »Flushed Away« ging natürlich gar nicht, ich dachte nach dem Studiobrand oder was auch immer da passiert ist würden sie jetzt in die Disney/Pixar-Ecke abrutschen und war nicht grade auf weitere Produktionen gespannt.
Und trotzdem gibt es was feines Neues aus dem Hause Aardman, »The Pearce Sisters«, schrulliges Character-Design, schöner Style, guter Einsatz von CGI und Handgemachtem. Zumindest die zwei Clips auf der Website sind sehr schön, ich hoffe, das hält sich über neun Minuten.
Vor allem für Leute wie mich, die sich ja irgendwie doch mit der Küste verbunden fühlen (auch wenn Fisch irgendwie nicht sein muss) ist das alles sehr herzerwärmend.
typolexikon.de, das Online-Nachschlagewerk für typographische Fachbegriffe und Artverwandtes ist wieder online.
Man merkt ja erst, was man liebt, wenn man es nicht mehr hat und ich hab in den letzten Monaten öfters die URL in die Adresszeile meines Feuerfuchses eingegeben, weil ich mal kurz was nachschauen wollte und dann war die Seite einfach offline. Schrecklich ^__^
Aber jetzt gibt’s wieder schnelle Hilfe für den verwirrten Hobbytypographen, der schon wieder nicht mehr weiß was jetzt nochmal Schusterjunge und was Hurenkind bzw. Waisenkind und Witwe war.
Aus mir nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen denke ich in letzter Zeit öfters morgens im Bad (eigentlich immer beim Zähneputzen) über Verbindungen zwischen Wörtern und über Wortherkünfte nach.
Letztens ist mir die Verbindung zwischen dem deutschen Wort »Angel«/»angeln« und dem englischen »angle« (Winkel… – und wie ich grade sehe »Fischhaken« und »angeln«) aufgefallen.
Für mich passend kam das von einem eher grafisches Bild her, die Angel und die Angelschnur bilden einen Winkel.
Dabei kam ich irgendwie auf die Wörter »Angel-Sachsen« bzw. »Angleterre«, wie der Franzose sagt. Eine kleine Recherche ergab, das die Engländer ihren und den Namen ihres Landes einem kleinen Volk verdanken, das aus meiner eigenen Heimat, nämlich Schleswig Holstein stammt.
Juhu, ein »Für gute Freund macht man ja mal ein bischen Webung, ne?«-Post. Vor allem, wenn’s um einen der besten geht. Der macht nämlich Musik, bisher nur im stillen Kämmerlein aber das soll sich bald ändern.
Ich persönlich mag ja – wie immer – die ruhigen, baladesquen Stücke am liebsten, »Tides« und »Is Your Little Hand in Mine?« gibt’s jetzt auch bei myspace zum anhören. Ansonsten wage ich kaum die Musik beschreiben, sie in doofe Schubladen packen oder mit anderer vergleichen.
Forrest ist großer Fan von Nine Inch Nails und The Doors (Mh und noch so Radiohead, Kyuss, Tool, Queens of the Stone Age und alles was vor diesem ganzen Mädchen-Indie-Kram so cool war), wir beide mögen Metallica, Marilyn Manson, das »Wildhoney«-Album von Tiamat, die alten Katatonia-CDs, die ALTEN Deine Lakaien-Stücke, Tom Waits, Calexico, Blues, Country und andere feine Sachen. Das kann ja nur auf eins hinauslaufen: psycheldelic avantgarde ambient singer-songwriter spoken word metal.
Ich kann außerdem bezeugen, daß er sich den Namen »The Southern Deathstyle« schon lange BEVOR eine gewisse andere Band (deren alte Sachen wir auch ganz cool fanden) ein Stück gleichen namens rausgebrachte überlegt hat.
The downtowntrains full of empty eyes
and I wish I was someone else and far away
with my hand I touch the glass, cold and slick
and crows on their way to nowhere.
No one can save me and I‘m so fucking scared
and I feel like nothing’s ever gonna change
summer‘s last flower wilting on the table
and I got lost in the City of Glass.
Somehow I lost count of the days
and clouds moving rapidly, a moment of loss
afraid of going to sleep not wanting the next day to come
and there is a thunder far and distant.
Das Leben ist schon interessant. Ich merke grade wieder wie sich mein Musikgeschmack verändert bzw. erweitert. Das Bewußtsein, daß sich da grade was tut hatte ich zum ersten Mal als ein Kollege beim Zivildienst mir »Nick Cave & the Bad Seeds« und »Element of Crime« näherbringen wollte und es zumindest bei letzteren noch einige Zeit gedauert hatte, bis ich was damit anfangen konnte (die neueren Alben von »EoC« sind übrigens – wie bei so vielen Bands – Müll).
Jetzt habe ich mich noch ein bisschen tiefer in das Werk von Arvo Pärt eingegraben und festgestellt, daß er recht viele Orchester-/Chorwerke geschrieben hat. Ich hatte zwar schon immer ein Faible für Gregorianische Gesänge aber irgendwie hab ich mich damit nie so wirklich befasst, außer mal mit den Sachen von Hildegard von Bingen, als ich so eine Mittelalterphase hatte.
Ich weiß natürlich, daß das auch irgendwie mit meiner derzeitigen Grundstimmung zu tun hat, daß mit sowas jetzt gefällt bzw. ich dafür empfänglich bin aber es ist trotzdem auch so dieses Gefühl, daß man vorher noch nicht reif war für diese Art von Musik, die Tiefe die sie hat früher noch nicht so nachvollziehen konnte.
Was ich dem Freund der schwermütigen Klänge bisher sehr von Arvo Pärt empfehlen kann sind seine Alben »Arbos« und »Lamente«, sowie die »Berliner Messe«.
EDIT: Und auch offen sein für Altes. Ich entdecke grad wieder so Sachen wie Deine Lakaien, Metallica und Samsas Traum. Der ganze Gruftie-Scheiß. Schön.
Ich möchte mich übrigens hier mal offiziell für das »ß« aussprechen und auch für seine Verwendung beim »daß«. Das Eszett ist ein schöner Buchstabe und nur weil es in Tastaturlayouts anderer Länder nicht vorkommt oder irgendwelche Idioten entschieden haben, daß wir »daß« jetzt mit »ss« schreiben, heißt das noch lange nicht, das ich dieses wundervolle Ding einfach über Bord werfe.
Auch das »&« ist meiner Meinung nach sehr fein und eigentlich zu schön um es nur in Firmennamen zu verwenden, wie es im Deutschen vorgeschrieben ist. Eine sinnvolle Anwendung ist allerdings recht schwierig, im normalen Fließtext wirkt es etwas gewöhnungsbedürftig.
Ach, wie schön das Leben seine Kreise zieht: Bei der Michael Ende-Recherche kam auch noch heraus, daß Arvo Pärt wohl Musik geschrieben hat, die von Endes Kurzgeschichtensammlung »Der Spiegel im Spiegel« inspiriert ist.
Arvo Pärt sagte mir insofern etwas, als daß ich mich zu erinnern meinte, daß mein Vater ihn verehrt, sehr zu recht, wie sich herausstellte. Das betreffende Werk nennt sich »Alina«, dauert eine knappe wundervolle Stunde und enthält zwei Tracks die »Alina« und drei, die »Spiegel im Spiegel« heißen.
Die, stille, in sich gekehrte Klaviermusik ist für mich am ehesten mit Sandhan (nicht die Rockgruppe…) oder Ludovico Einaudi zu vergleichen ist aber noch bei weitem reduzierter und irgendwie klarer. Kein Tamtam, nichts überflüssiges, nur Klaviertöne, teilweise von Cello oder Geige begleitet. Ob es an der Aufnahme oder am Können des Pianisten Alexander Malter liegt mag ich nicht zu sagen aber diese Musik hört sich bei weitem »echter« an als die Stücke von Einaudi, die manchmnal sehr perfekt/steril klingen. Bei Malters Spiel meint man teilweise das Geräusch hören zu können, das ensteht wenn das Pedal heruntergedrückt wird oder ähnliches.
Ach, das kanadische Film-Board mal wieder. Diesmal haben sie einen schönen Stop-Motion-Film unterstützt, der von einer Dame auf Eisenbahnreise handelt.
Mein Hauptproblem mit Stop-Motion ist meist das eher cartoonhafte Characterdesign, bei dem sich mir dann sofort der Magen umdreht und ich die Sache für gegessen ansehe (Supersatz). Madame Tutli Putli findet ausnahmsweise mal mein Gefallen, ich find’s schön »realistisch«, der 20er Jahre Hut ist zauberhaft und das Ganze ist wunderbar handwerklich gemacht (nicht so aalglatt wie z. B. »Corpse Bride«)
Schade, daß der Trailer so schlecht und nichtssagend ist, die Making-Of-Videos auf YouTube sind allerdings sehr sehenswert (»Wir haben zwei Jahre in einem dunklen Zimmer zugebracht um diesen Film zu machen«…). Jaja, man kennt das…
Mh, ob ich diesen eingebetteten YouTube Kram hier grad so toll finde, muss ich mir auch nochmal überlegen.
Recently I rediscovered the works of Michael Ende. In my opinion he was one of the best German authors of children’s books of all time.
I’ve always been in love with his »Der Satanarcholügenialkohöllsiche Wunschpunsch« (»The Satanarchaeolidealcohellish Notion Potion«), there is a really good audiobook (and a – of course – really BAD animated tv-series) of this work, produced in the 90s – read by the maestro himself – that shows what a great reader he is. I own it on casette and I don’t know how many times I’ve listened to it but I can quote almost the whole thing.
I had the opportunity to watch the screen adaption of »Momo« on the big screen once and I really enjoyed it. I am listening to its audiobook these days and it is really astonishing to see how this modern »fairy tale« deals with subjects I’ve been bothering myself with recently, such as: Is work/success really the center of my life? Am I doing the right thing with the time I got? How do I want to spend my life? Ende has a great way of dealing with these essential questions, creating lovely characters and telling unique, universal stories with them.
Another of these »Strange how life goes in circles all the time«-thing happened when doing some research on Michael Ende: I was really happy to read that he was fascinated by Japanese culture because – as some may have noticed – I am too. He seems to have translated some stories by Kenji Miyazawa (known best for his »Night of the Milky Way Railway«) into German with his Japanese translater and second wife Mariko Satō. And guess what: I really have a favour Miyazawa too. Don’t know if they published the stories they translated though because there is only one book with Miyazawa-stories available in Germany, I think (»Die Früchte des Ginkgo «) and that has been translated by someone else. Still pretty cool ^__^
What most people don’t know – I suppose – is that he has written some really wonderful stories for grown-ups (or rather stories ONLY for grown-ups because just like the films of Hayao Miyazaki / Studio Ghibli ALL of his stories should be read by adults) like »Der Spiegel im Spiegel« (»Mirror in the Mirror«), a collection of really weird short stories.
And don’t forget to get your eyes on the wondeful illustrated »Der Lindwurm und der Schmetterling« (beware of the new – pretty bad – version with illustrations by the same artist, Wilfried Hiller) one of my other favourites.