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Asian Cinema: Hua Mulan (2009)

I’m usually not a fan of historical military movies (Red Cliff etc.), endless combat scenes get old for me very fast no matter how epic they are.

And essentially Hua Mulan is exactly that but while most of these films are also all about manly men-bros and their bromances this is obviously about a woman joining the army even though it is forbidden (this circumstance/setting makes this one of the weird movies that feature a strong female main character but still only barely pass the Bechdel test).

It’s far more entertaining and dramatic then most other endless battle films I’ve seen and it’s a lot of fun to watch, so go for it.

(Mini-)Review: Queens of Langkasuka/The Tsunami Warrior

Hey, this is actually pretty nice. The fighting scenes are nothing special if you’re used to wuxia movies and the acting seems clumbsy in places but once the rather terrible first half is behind you there’s princess Ungu kicking ass and the end has some nice WTF-moments reminiscent of good old Hong Kong-cinema times. Also women leading armies in full glorious armor (with boobplates though, unfortunately)! Check it out!

Here, have a weird trailer:

Review: Malinda Lo – „Huntress“

Interesting: I read the previous book in this series, „Ash“ and I didn’t like it much. The bland and boring all-white European fairytale setting and the glowing vampires cliched fairies/elves where just so awful that the lesbian twist couldn’t make up for it in this failed Cinderella retelling.

„Huntress“ is said to be set in the same world but a few hundred years earlier and interestingly there is an Asian touch to the standard fantasy world (I wonder where that disappeared to in „Ash“’s time). It’s still ye good olde fantasy escapism tough, nothing special and the elves are still fucking awful (can’t decide if I hate them more then orcs and dragons but fairies a no-go) but it’s much, much better then „Ash“. I’m not exactly sure why but I think the world is fleshed out more, the character are less cut-out and there’s actually a story with a long and perilous journey, scary monsters™ and people dying. Unfortunately there is also a really stupid and unnecessary ending involving more fairy bullshit (and a cameo of the Forest Spirit from Mononoke Hime as a unicorn). I think Malinda Lo really got better in writing and storytelling between „Ash“ and „Huntress“, it’s a nice thing to witness.

This is clearly YA with lots of blushing and reddening cheeks but the (lesbian) love story is more believable and intimate then in it’s sequel. I don’t want to over-­interpret the fact that while the hetero-lovestory (the usual inter-class one, but between a prince and a female guard this time around) seems to get an happy ending, the lesbian one is DOOOMED! DOOOOMED! because when you want to be a magicianesstress you can’t have sex be in love (= bullshit).

If you want easy to read escapism fantasy outside the all white, all hetero box this is well worth a read (I’d recommend stopping after she burned evil female boss though, because as I said all that follows just makes no sense).

Anime: Fuse: Memoirs of a Hunter Girl

Eine weitere Anime-Produktion, die sich mit dem Hakkenden-Mythos beschäftigt und da einiges ziemlich gut macht: Tomboy* als Hauptfigur, die ewige „die Bösen müssen am Ende sterben, weil böse böse“-Trope wurde dann doch umschifft (auch wenn’s dann für mich am Happy End zwei Stufen zu happy wird – und es mir zeitweise zu slapstickig zugeht und es arg cartoonige Gesichtsverrenkungeng gibt). Das ist eine lange Nummer (knapp zwei Stunden) und nicht ganz Ghibli zu Hochzeiten, geht aber schon in eine gute Richtung. (Via / Via)

* „Wildfang“ übersetzt das irgendwie nicht so wirklich, finde ich immer, gibt’s da keinen sinnvolleren Ausdruck? Ein Mädchen kann ja wild und „mädchenhaft“ sein. Update: Andererseits ist Wildfang natürlich besser weil geschlechterneutral. TomBOY ist nicht so der Burner, weil es dieses degradierende WoMAN-Prinzip benutzt.

Review: Fez

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jfml | games, reviews | | Kommentare geschlossen | Saturday, June 29th, 2013

Doku: Into Eternity

In Finnland wird mit Onkalo die erste langfristige Entlagerungsstätte für Atommüll gebaut. In die Konzeption des Depots fließen Fragen ein wie: „Wie können wir (menschliche?) Zivilisationen in 100.000 Jahren vor den Gefahren, die hier unter 500m Gestein schlummern, warnen?“

Michael Madsen (nein, nicht der) hat mit „Into Eternity“ (UK-Website) zu diesem Unternehmen eine sehr gute, ultrastylische (a bit heavy on the slow-mo) Doku gemacht. Das ist wie gute Science Fiction sehr essentiell; genau wie bei jedem Nachdenken über das Leben, das Universum und den ganzen Rest wird man hier sehr mit seiner eigenen Endlickeit konfrontiert. Einer der Vorschläge, wie man die Zukunft vor unserem Bullshit warnen könnte sind sogenannte „Marker“ (etwas haltbarere Schilder, wobei die sicher auch keine Eiszeit überleben würden), die mich sehr an dieses merkwürdige „So baut man eine Zivilisation nach der Apokalypse wieder auf“-Monument (Georgian Guidestones) in der USA erinnert haben.

Oh, den Film gibt’s anscheinend auf iTunes. Kann ich nicht nachprüfen, hab’ den Quatsch mal gelöscht, als es immer die Media-Keys gehijacked hat. Wär’ aber eigentlich ‘ne coole Möglichkeit sich damit zu beschäftigen wie man den DRM-Fail von iTunes hacked.

Animation: »Le Tableau« / »The Picture«

Spoilers!

Wow. Das war ja ziemlich gut. Klassismus/Rassisumus und Religion in einer fantastischen Welt, in der die gemalten Figuren eines Künstlers ein Eigenleben führen. Da der Maler das Bild nicht fertiggestellt hat, existieren manche Figuren nur unvollständig oder sogar nur als Skizze und werden von den fertigen Personen als minderwertig angesehen. Die Unterdrückten hoffen auf die Rückkehr des Malers, damit er auch sie zu vollständig gemalten Menschen macht …

Der Film schafft es wie bisher kaum ein anderer dem Cellshading-Look á la Zelda – Wind Waker eine wirklich malerische Qualität zu geben und die computerisierten Animationen sind nur an ganz wenigen Stellen störend. Die Geschichte hat im zweiten Drittel leider einige Längen und auch das Finale hätte für meinen Geschmack etwas dramatischer ausfallen können. Auch der Klassismus-Symbolik sollte sicher nicht zu weit nachgegangen werden, weil der Film ansonsten ein „Gleichheit durch Aufstieg“ propagiert, was ja sicher nicht die Lösung sein kann. Insgesamt hätte ich es schön gefunden, wenn es noch ein paar mehr Personen außer der Hauptperson Lola gegeben hätte, die sich mit ihrer „Unfertigkeit“ angefreundet hätten, so dass die „Fertigen“ sich mit dieser Gruppe arrangieren müssten und ihre Vorurteile ablegen könnten. Die Lösung, dass jede/r sich halt selber fertig malt, macht wohl nur Sinn, wenn der Weg von Skizze zur ausgemalten Person nicht als gesellschaftlichen Aufstieg sondern als Charakterentwicklung gesehen wird (was ja im Film auch durchaus so gezeigt wird).

Insgesamt war ich sehr überrascht, von diesem hervorragenden Film noch nie etwas gehört zu haben (Pluspunkte gibt’s auch für die farbige Hauptperson, ich hab’ in letzter Zeit das Gefühl, dass Frankreich in dieser Hinsicht sehr viel weiter ist als USA/UK/Deutschland etc.). Jean-François Laguionie werde ich auf jeden Fall ich mal im Auge behalten.