Archiv für die Kategorie ‘nerdy nerdbert’

Back to the Mac

Montag, August 24th, 2009

Nachdem mein treuer T40 letztens gestorben ist, relativ langsam allerdings, so daß ich mehr oder weniger alle Daten retten konnte, entschloss ich mich während der einen Woche ohne eigenen Computer (komische Zeit …) wieder zu Apple zurückzukehren. Ideologisch würd’ ich mich ja am liebsten Linux/Ubuntu zuwenden aber solange die Adobe Creative Suite noch nicht vernünftig emuliert werden kann oder – utopisch – nativ läuft, bleibt das einfach nur ein Traum.

Ich sehe inzwischen keinen so großen Unterschied mehr zwischen beiden Betriebsystemen, sind halt beides beschissene Konzerne, die sich einen Scheiß um Kinderarbeit, Ökologie oder sonstwas kümmern, Windows lässt sich ja mit eigenen Styles einigermaßen optisch erträglich machen.

Bei dem gebrauchten MacBook Pro der ersten Generation, daß ich nun mein eigen nenne, war OSX 10.4 Tiger mit dabei, mit dem hübschen, alten Dock. Das lässt sich ganz gut arbeiten so, auch wenn mein Lieblings-Image-Browser ACDSee nur auf 10.5 läuft und ich die uralte, schlecht laufende 10.4-Version partout nicht finde. Ansonsten ist es eher schlecht bestellt mit Bildbetrachtern für Tiger, ich mag einen Explorer-mäßigen Dateibaum zum browsen meiner Bilder und da sieht es bei den Freeware-Bildbetrachtern mehr als mau aus (ACDSee ist auch nicht kostenlos, ich weiß), von so Features wie Stapel-Umbenennung etc. ganz zu schweigen. Adobe’s Bridge ist eigentlich genau was ich will und daß es so unendlich lange braucht, um die Vorschaubilder zu generieren, würde ich ja noch in Kauf nehmen, wenn ich nicht letztens herausgefunden hätte, warum dem so ist: Bridge speichert/chached die Bilder mit einer Auflösung von 1024 und 256. Bei einer 80gb-Festplatte überleg ich mir dann doch ob ich schnell mal 1gb Vorschaubilder haben will. Dann kann ich ja auch iPhoto verwenden. Mein Favorit bei den freien Bildbetrachtern ist zur Zeit Phoenix-Slides.

Dann noch ein paar kurze andere Punkte: Freudig überrascht war ich über Parallels, das Windows-Emulationsprogramm, das funktioniert ja echt ganz gut, ist aber natürlich nicht umsonst. Viel gebracht hat’s bisher noch nicht, Cryptload stürzt emuliert irgendwie immer ab aber ich bin grade dabei zwei Firefox-Tools für den Rapidshare-Download (das ist ja auch völlig unglaublich, daß die aktuellen Java-Versionen nicht für Mac (oder nur 10.4?) zu haben sind) SkipScreen und RDown zu testen (sind aber beide nicht so das Gelbe vom Ei, v. a. RDown). Mein Lieblings-Bittorrent-Programm uTorrent gibt es leider auch nur für 10.5, das wird also noch über eine emulierte XP-Version genutzt, den großen Vorteil gegenüber Vuze, daß man auch nur einzelne Dateien eines Torrents laden kann, will ich nicht missen.

Ein Backup-Tool hab ich auch noch nicht gefunden. Deja Vu ist zwar so ungefähr das was ich mir vorstelle, aber man kann nur Ordner samt Inhalt auswählen und ihm nicht sagen, mach ein Backup vom Inhalt des Ordners aber nicht dem Ordner selbst. Ich brauch diese Funktion!

Auch Filezilla gibt’s nur für 10.5 und ich verstehe Cyberduck irgendwie nicht, diese zwei Spalten-Ansicht, mit dem lokalen Ordner und dem Web-Ordner macht halt irgendwie Sinn, warum das bei Cyberduck anders ist, will beim besten Willen nicht in meinen Kopf. Da mit dem Finder rumzuhantieren hat halt immer ein paar Extraklicks zur Konsequenz, die nach einiger Zeit meganervig werden (Beispiel: CSS-Datei verändern, speichern, Cyberduck auswählen, Finder auswählen, Datei vom Finder in Cyberduck werfen, statt: Css-Datei verändern, speichern, FTP-Prog. auswählen, Doppelklick auf aktualisierte Datei/Enter, fertig.) Da wird jetzt wohl erstmal das Firefox-Plugin FireFTP benutzt.

Mh, so oft wie ich jetzt schon »Gibt’s nur für 10.5« geschrieben hab, sollte ich mir den Umstieg vielleicht doch überlegen. Meine Hoffnung ist ja, das es noch ein bissl billiger wird, wenn das Update auf 10.6 raus ist.

Culture-flatrate

Freitag, August 7th, 2009

I just read an article over at ArsGeek where the author was wondering how copyright infringement and illegal filesharing could be legalized. His suggestions where subscription-sites for legal downloading and/or pay-per-view-systems (specifically on the Pirate Bay which was to be legalized just like Napster but from what I heard the deal is a good as cancelled). However that might evolve, I don’t think that one of these two business-moldels will be there on the long run because both systems are limited to what one site can offer (with whom from the industry they made contracts) and no one is going to register on multiple sites just to get everyting they want, because it’s expensive and a pain in the a.s.s. Of course it works a little for music so it will work with movies to a certain degree but most of the people will still download whithout paying anything from illegal sites.

I gave these things some thoughts recently and I think in the end the only solution is to allow people to download whatever they want from whereever they want when they pay a monthly/yearly fee. The collected money than needs to be distributed to the artists (this will cut out most of the music- and movie-distributing and -marketing people, that’s why they are not really happy with this).

The thinking on how this might be organized (how do figure out a more or less cheat-free way which artist is getting how much money etc.) is just starting and it will probably take a long time until we have a system up and running because it has to be legalized by the law all over the world.

This model is called »Kulturflatrate« (»Culture-flatrate) in Germany.

I could not find the English term or any further reading in English, but this (German-subtlitled but English) video-interview with Danny O’Brian, who is activism coordinator at the Electronical Frontier Foundation, is a good start.

Die Macht des Internet

Samstag, August 1st, 2009

Es kommt in letzter Zeit häufiger vor, daß ich überlege, ob das Internet nicht tatsächlich ein Instrument der direkten Teilhabe an der Politik und dem Weltgeschehen und im besten Falle einer Revolution sein könnte, auch wenn letzteres sogar/auch in meinem Sprachgebrauch ein sehr negativ besetztes Wort ist.

Das erste Mal, daß ich solche Überlegungen anstellte war, als Markus Beckedahl von netzpolitik.org nach der Veröffentlichung eines internen Papiers im Zuge des Datenschutzskandals der Bahn abgemahnt werden sollte. Das machte seine Runde in der Blogsphere und erreichte von dort sogar die Printmedien, konkret die Titelseite der taz, mit der Konsequenz, das die Bahn den Schwanz einzog.

Nun gibt es ein weiteres Beispiel aus meiner Studienstadt BS-Town*, unserer »sympatischen Großstadt«**. In der (weiteren) Stadt, die es gar nicht gibt, soll es nach Willen des Ordnungsamtes bitte auch keine Flashmops geben. Dank dem Internet wird jetzt am 8.8. zwischen 16 und 18 Uhr unter Umständen das Gegenteil der Fall sein.

Das ist natürlich alles andere als eine Revolution und vielleicht wäre ich, wenn ich grade das Aufkommen des Fernsehens mitbekommen würde von ähnlichen Geschichten ähnlich begeistert und nach 50 Jahren sehr enttäuscht, weil nichts passiert ist. Oder es wird diesmal anders und wir können tatsächlich was verändern. Glauben tue ich das als alter Pessimist natütlich nicht, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

*Überregional hauptsächlich bekannt wegen des echt schlauen Verhaltens unseres geliebten Over-Bürgermaestros – und auch ich will nicht vergessen es zu erwähnen: Ex-NPD-Mitglieds – Gert Hoffmann gegenüber einer der wenigen coolen Säue, die in Braunschweig leben: Hartmut el Kurdi.

**nach einem Schild neben der grotesken Wandverschönerung in Form von stilisierten Braunschweiger »Sehenswürdigkeiten« in meinem ehemaligen Lieblings-Oma-Edeka.

Ballerspiel-Berichterstattungs Fail

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Ich hab irgendwie die sehr naive Vorstellung, daß Journalisten sich mit der Materie auskennen sollten über die Sie schreiben. Daß das völlig realitätsfremd ist und meist einfach nur ein bischen recherchiert und dann ein Artikel zurechtgestückelt wird, will ich irgendwie nicht wahrhaben. Ist aber natürlich so. Traurig sind dann so Sachen, wie dieser Artikel im UniSpiegel über einen professionellenCounterstrike Spieler. Grade von der Studentenausgabe vom Spiegel würde man ja vermuten, daß sie ein bischen mehr dran sind an der Materie. Leider scheint hier aber mal wieder jemand am Werk gewesen zu sein, die von der Materie wenig bis keine Ahnung hat.

Der Artikel ist das übliche Blah-Blah für Leute, die das erste Mal was über das Thema lesen und stellt einigermaßen gleichberechtigt die unterschiedlichen Positionen zum Problemkomplex da, wobei ich manchmal ein unterschwelligen Drall hin zur »Ballerspiele = böse«-Fraktion zwischen den Zeilen gemerkt zu haben meine (allein der Begriff »Ballerspiel« ist ja schon etwas negativ und mag er noch so sehr im Sprachgebrauch verankert sein). Vielleicht ist das aber auch meine Subjektive Interpretation, da die Autorin es anscheinend eher ordentlich mag und somit mit mir nicht viel gemein haben kann, wenn sie ernsthaft Sätze wie diesen ablässt:

»Darunter ein paar postpubertäre Pickelgesichter mit Nietengürteln, Militärhosen oder Totenkopf-Shirts, vor allem aber nette Durchschnittstypen wie Stolle alias Moon.«

Richtig schlimm wird es aber, wenn es um die Materie an sich geht: am Anfang des Artikels wird Wow als »Das Kriegsdrama vor mittelalterlicher Fantasy-Kulisse« bezeichnet, was wohl schon an sich eine der verquersten und unzureichensten Beschreibungen von World of Warcraft ist, die ich bisher gelesen habe. Völlige Unkenntnis zeigt die Autorin dann, wenn das Spiel am Ende des Artikels nochmal (natürlich im Zusammenhang mit Computerspielsucht) genannt wird, wo es plötzlich heißt:

»Jede freie Minute sei für das Schieß-Spiel “WoW” draufgegangen, damals«

Wie genau kommt man dazu solche Fehler zu machen? Man muss ja wirklich überhaupt nichts über WoW wissen und auch nicht mal auf die Seite gegangen zu sein, um es als Schieß-Spiel zu bezeichnen.

Wie immer ist das eigentlich Erschreckende daran, daß man ja davon ausgehen muss, daß solche Fehler ständig und überall passieren, nur daß man sie einem bei Themen, von denen man selbst nicht so viel Ahnung hat niemals auffallen werden. Ich will gar nicht wissen, wie viele falsche Informationen (unwissentlich) über richtig komplexe Themen wie z. B. die Finanzkrise verbreitet werden.

Sonderzeichen unter Windows leicht gemacht

Mittwoch, April 29th, 2009

Windows ist als Betriebsystem ja neben Apple (Designfutzies, also ich) und Linux (Nerds, also ich) das System für Onkel Otto von der Tankstelle (also nicht ich). Daß der, wenn er mit Word einen Text in Comic-Sans schreibt, nicht grade viel Wert auf typographische Feinheiten legt ist leicht nachzuvollziehen. Deswegen hat Bill damals im Gegensatz zu Steve auch gesagt: »Französische Anführungszeichen? So’n Quatsch brauchen wir nicht.« Was seitdem die typographisch etwas versierteren PC-User dazu bringt sich völlig wahnsinnige Codes zu merken, á la alt + 0150 für den Gedankenstrich.

Ich hatte da noch nie Bock zu und hab mir vor ca. einem Jahr, als ich wieder auf Windoof umstieg, ein kleines Programm aus dem Lifehacker-Umkreis (glaub ich) besorgt, daß völlig wahnsinnige Hotkey-Aktionen ermöglicht, die bei mir nicht funktionieren und die ich nicht verstehe. Das Juwel heißt AutoHotkey und PC-typisch macht die Syntax auf mich erstmal nicht viel Sinn (s.u.) aber ich habe mir ein kleines Skript gebastelt, daß mir meine typographischen Sonderzeichenwünsche stark vereinfacht. Für das öffnende französische Anführungszeichen muss ich jetzt nurnoch zweimal >> eintippen und schon hab ich das feinste ». Wunderschön.

Das Skript sieht folgendermaßen aus (falls irgendwer Interesse hat):

:*:>>::»
:*:<<::«
:*:…::…
:*:–::–
:*:-.-::—
:*:,,::„
:*:“::“
:*:iii::|
:*:jblog::http://jfml.0fees.net

Wie man erkennen kann, funktioniert das natürlich auch mit Wörtern und Sätzen, sehr praktisch für Programmierer und Formulareingaben. Danke, AutoHotkey.

Gebt mir Tierprogrammnamen

Sonntag, April 12th, 2009

Ich hab grade festgestellt, daß ein Programm von mir sofort Bonuspunkte bekommt, wenn der Name oder das Icon was mit Tieren zu tun hat. Also, Firefox, Thunderbird … Mein Icon für den Mülleimer ist ne Katze (voll) oder ein Geist (leer) … Und grade hab ich nach einem FeedReader gesucht, ich treibe mich nämlich immer noch auf den Orignalseiten rum (was zur Folge hat, daß ich keinen guten Content mitbekomme, wenn er auf einer hässlichen Seite steht) und netvibes ist zwar nett aber ich dachte probier’s mal mit einem dieser Programme. Und was lade ich runter?

RSS Owl. Die is ja fast so süß wie der Donnervogel.

Songbird 1.0…

Mittwoch, April 8th, 2009

Hier noch ein alter Post, der irgendwie verloren gegangen ist beim Umzug:

… ist da! Krass! Sie haben ein niedliches neues Icon an Start gebracht, das das hässliche Ei ersetzt und insgesamt ist SB meines Empfindens nach tatsächlich viel schneller als vorher. Hab es bisher noch nicht bereut iTunes den Rücken gekehrt zu haben.

Ach, und wo wir schon bei OpenSource sind: mit dem letzten Ubuntu Studio-Release (8.10?) funktionierten plötzlich die Compiz-Desktop-Effects, die ich bisher immer vergeblich zum laufen zu bringen versucht hatte, von ganz allein auf meinem guten alten T40. Das ist natürlich nur Spielkram aber ich finde es schon echt beachtlich, daß sich das System mit neueren Releases auf alten Computern verbessert. Das wär ja so, als ob Vista auf meinem gammligen Laptop besser laufen würde als XP. Ich möchte aber eher vermuten, daß Vista bei mir überhaupt nicht laufen würde.

Jungs und Mädels, danke, ich mag euch, OpenSource, OpenSource, OpenSource!

Zitat des Tages

Dienstag, September 23rd, 2008

»… um sich am Bildschirm Fotos der Straße anzusehen, durch die man gerade geht.«

— Matthias Kremp auf Spiegel online zu Google’s StreetView im Android G1

Ja, das nenn ich Multimedia … Wenn es dann soweit ist, daß wir die Straßen in 3D haben durch die wir grade gehen, spricht dann ja eigentlich nichts mehr dafür aus dem Haus zu gehen, oder?