Archiv für die Kategorie ‘musik’

Animaton: Tom Werber – Losers – »Flush«

Freitag, Juni 25th, 2010

Sweet. Victorian-era Cthulhu/Lovecraft-tentacle-action gepaart mit freshen Rap. Und massenhaft anderen kranken Ideen. Wow.

via Twitch

Musik: Michael Georgi – Valkaama Open Soundtrack

Samstag, Februar 20th, 2010

Letzens habe ich über Netzpolitik den unter Creative-Commons-Lizenz veröffentlichten Soundtrack zum Open Source-Film Valkaama entdeckt. Ich muss zu meiner Schande gestehen, daß ich mich mit dem Film nicht weiter beschäftigt habe aber der Soundtrack von Michael Georgi ist wunderschön. Eingängige, melancholische Klaviermusik mit dezenten Streicherparts á la Ludovico Einaudi, Peter Broderick oder Max Richter, wie ich sie bei Jamendo schon öfters vergeblich gesucht habe.

Den Soundtrack gibt’s hier, das ist ein bischen Geklicke sich die ganzen Tracks einzelnd zu ziehen aber die Mühe wird dann mehr als belohnt.

Streamen oder Downloaden

Dienstag, Dezember 8th, 2009

Cory Doctorow (einer der Vorreiter von Creative Commons und Copyright-Liberalisierung) hat sich beim Guardian darüber Gedanken gemacht, warum Streaming das sog. Download-Problem nicht lösen wird (Streamingservices á la Hulu werden anscheinend als Allheilmittel gegen illegales Downloaden angepriesen, weil durch selbige augenscheinlich ja keine Kopien gemacht werden). Neben dem hohen Traffic, den Streaming verursacht, werden die Menschen seiner Meinung nach aus Unabhängigkeits- und Sammler-Bestrebungen heraus ihre digitalen Musiksammlungen aber nicht in die Cloud auslagern.

Das kann ich nur bestätigen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Last.fm oder die ganzen Klone (Grooveshark, Spotify etc.) meine digitale Offline-Musik-Bibliothek ersetzen werden. Bei Film und Fernsehen könnte das teilweise anders sein …

via Boing Boing

Animation: »Spacious Thoughts«

Sonntag, Dezember 6th, 2009

Fluorescent Hill haben einen fantastischen Clip zu dem Track Spacious Thoughts von N.A.S.A. (North America, South America) feat. Kool Keith & Tom Waits (!!!) gemacht. Von N.A.S.A trudelte vor einiger Zeit ja schonmal ein Obey-Giant-Style-Video durch die Blogsphere, das von Fluorescent Hill finde ich aber bei weitem besser (auch der Track ist mehr mein Geschmach). Boing Boing hat ein Interview mit den Machern.

Musik: Constantinople – »Vermiculus«

Mittwoch, November 4th, 2009

Wow, dieses Lied ist einfach nur der Hammer. Constantinople machen wunderschöne Mittelalter/Renaissance-Musik mit arabisch-persischem Einschlag.

Das erinnert nur recht nur entfernt an Dead Can Dance sondern mehr an Hille Perl (schlimme Homepage und ein MySpace-Profil?) oder Anja Lechner & Vassilis Tsabropoulos (Audio auf Youtube, ja das ist toll und sicher ähnlich illegal wie das, was man so bei Grooveshark findet) und die ganzen anderen feinen Menschen, die »unverfälschte« (…), alte Musik spielen.

Wunderschön.

Animation: Flogging Molly – »Float«

Montag, Oktober 5th, 2009

Das Video ist nicht mehr neu aber ich kann’s mir irgendwie nicht verkneifen. Hier also nochmal das wunderschöne Stop-Motion-Werk zu einem (meiner kurzen Recherche damals nach leider eher auch dem einzigen) wunderhübschen Folk-Song von Flogging Molly (Argh, es gibt echt immer noch Leute mit Flash-Websites). Und wie das so geht, finde ich den Character im Gegensatz zum ersten Schauen jetzt auch sehr gut (er hat immerhin einen Bart und eine sehr vagabundige Erscheinung).

Ich dachte, ich hätte es mal auf Vimeo in HD gesehen, aber das war wohl ein Irrtum und die Version auf Vimeo ist noch schlimmer als die hier, insofern also Myspace:

Flogging Molly “Float”

HipHop

Donnerstag, September 24th, 2009

Nach Marius Number 1 auf NDR, ein bischen Beginnern, den alten Sachen von Curse und und Blauer Samt von Torch und natürlich dem unvergesslichen DoppelkopfVon Abseits hat sich bei mir HipHop-mäßig eigentlich nicht mehr viel getan. Manchmal gibt’s dann wieder schöne Sachen, wie form oder der Track unten von Albino. Aber außer dem Stück konnt ich da erstmal nichts so viel finden, wobei bei kurzem Drüberfliegen sowohl Albino als auch Chaoze One einigermaßen politisch und engagiert wirken.

Albino & Chaoze One – »Briefwechsel«:

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Ach klar, in Istanbul und danach hab ich noch viel Sagopa Kajmer gehört, auch wenn wir nie ein Konzert gefunden haben.

❤ Intro

Mittwoch, September 23rd, 2009

Ich wollte mich an dieser Stelle eigentlich drüber aufregen wie schlimm das am wenigsten beschissene Braunschweiger Stadtmagazin das Subway ist, vor allem nach dem Verlust von Hartmut el Kurdi als Mann der letzten Seite (ich hab mich da schonmal drüber ausgelassen). Im Grunde wär’ das nach einigem Nachdenken aber nicht anders als der unsägliche Kolumnist, der el Kurdis Nachfolge in keinster Weise gerecht wird und sich in der neusten Ausgabe über die Inhaltslosigkeit von Wahlplakaten ausläßt, ohne zu bedenken das Wahlplakate – um es philosophisch auszudrücken – vom Ding her inhaltslos sind (die Inhalte einer Partei in einen Satz mir max. vier Wörtern zu quetschen führt zwangläufig zu Phrasendrescherei).* Vom Ding her sind Provinzmagazine aber auch scheiße, insofern will ich das jetzt nicht vertiefen.

Von meinem – neben der abgedrehten Vice und dem Carhart-Hausmagazin Rugged, die beide hier in der Provinz schwer zu fassen sind – Lieblings-Umsonstmagazin Intro gibt es nämlich witziges zu berichten: Beim Herumlesen in #175 stieß ich auf eine Anzeige von der VW-Soundfoundation (da sind wir dann wieder im Dunstkreis Brauschschweig/WOB) wo es um den »ebenso jungen wie talentierten« Rapper F.R. aus, genau, Braunschweig geht, der bei einer Tribute-CD für die Fantastischen Vier mitgewirkt hat. Schön für ihn, aber jemand, der sich nicht zu scheiße dafür ist mit einem Nike-T-Shirt auf einem Photo aufzutauchen, kann mir sowieso gestohlen bleiben.

Das ausufernde Geschwafel der Anzeige liest sich in etwa so:

»Das weiß auch F.R.s Mangement[WTF???]: ›F.R. freut sich sich sehr, den Fantas die Ehre zu erweisen zu dürfen, denn immerhin ist die Band ein Jahr älter als er selbst.‹ Auch die Gästeliste des Albums sei sehr imposant […]«

Soweit, so ekelhaft. Wenn man aber eine Seite weiter nach vorne blättert wird es richtig witzig: hier regt sich Marco Fuchs in der negativsten Weise über die Tribute CD auf, die ich jemals in einer Plattenreview gelesen habe:

»Zum zwanzigjährigen Jubiläum der Herren Smudo & Co. erscheint eine “Hommage” an Fanta 4, die in ihrer Künstlerauswahl und Qualität der nachgespielten Songs eine neue Dimension des Schwachsinns einläutet, die man in dieser Art und Weise für nicht möglich gehalten hätte.«

Die Schmähschrift mündet dann in Folgendem:

»Ein schockierendes Dokument absoluter Irrelevanz, dem Mario Barth in der ihm so eigenen unsympathischen Weise noch das Sahnehäubchen aufsetzt. 36 Songs, die einem mit ostentativer Grausamkeit Lebenszeit entziehen, dass einem die Luft wegbleibt. Wer nach 25 Jahren Musikhören glaubt, er habe schon ins Auge der Belanglosigkeit geblickt, wird hier eines Besseren belehrt. Unglaublich, wahrlich unglaublich.«

Wunderschön, wahrlich wunderschön!

*Ich hab mich ja auch schon über Wahlplakate aufgeregt, hoffe aber, daß das aus meiner Design-Sicht wenigstens ein bischen sinnvoll war.

Animation: Gilles Cuveliers »Chahut«

Donnerstag, September 3rd, 2009

Gilles Cuvelier Chahut
Still from Gilles Cuvelier’s Chahut

Einer der wenigen Clubs, die ich in Istanbul öfters Mal aufgesucht habe ist das Peyote. Oben gibt es einen Konzertraum, in dem die üblichen Istanbuler Rockbands spielen und eine Bar-Terasse mit Rock/Alternative-DJs (ich dachte echt ich träume, es wurde einemal allen ernstes Audrey gespielt. Daß ich das mal erleben würde …). Unten gibt’s eine weitere Bar mit einer Minitanzfläche auf dem minimaler Elektro ordentlich stupide reinhaut. Und weil man sich keinen VJ leisten kann oder will, spielt der DVD-Player halt Zeichentrickfilme, u.a. hab ich da schonmal Tokyo Godfathers gesehen (ohne Ton, versteht sich).

Das letzte Mal waren wir nur kurz da, weil wir auf der Terasse ein Efes schlürfen wollten, die aber zu war. Neben der, wegen dem frühen Abend gähnend leeren, Tanzfläche lief dieser echt strange Film von Gilles Cuvelier: Chahut. Arte hat ihn am Start, leider als RealVideo und etwas gammliger Qualität.

Whoops, ich seh grad: Für alle Freunde des ungehemmten Downloads ist No fat clips! wie immer there to save the day. Ansonsten sag ich nur: Beltesassar’s Short Animation Festival Part 9. Das dürft ihr natürlich niemals downloaden sondern kauft die DVD.

Hihi, das Ende des Film erinnert mich irgendwie an den großartigen Wobbler-Spot für die PS2, damals.