Archiv für die Kategorie ‘horror’

Character Design: Fantasy Games

Donnerstag, September 30th, 2010

Ich habe in letzter Zeit zwei Spiele gespielt, die auf visueller Ebene genau mein Spektrum von dem repräsentieren, was ich für gutes und schlechtes Design von Fantasy-Spielen halte.

Fangen wir mit dem Guten an: Demon’s Souls. Das Spiel ist unendlich düster, hätte man nicht einen leuchtenden Stein als Lichtspender dabei, würde man oft völlig im Dunklen tappen. Und dieser Lichtradius ist sehr beschränkt (was herrlich an Diablo erinnert), wie oft beschrieben, hört man Feinde meist bevor man sie sieht. Das Spiel mit Licht und Schatten, macht nicht nur einige nicht wirklich hochauflösende Texturen wieder wett, es trägt auch viel zur bedrückenden, düsteren Stimmung des Spiels insgesamt bei.

Desweiteren ist Demon’s Souls eines der (wenigen) Spiele, das größtenteils auf Waffen gigantischen Ausmasses und vor Muskeln fast explodierenden Charakteren verzichtet (negativ-Beispiele gibt es hier viele, ich nenne hier mal nur God- und Gears of War und leider auch Dantes Inferno). Ich kann solche wandelnden Fleischbrocken nicht ernstnehmen, vor allem, wenn ich sie spielen soll, solche Games sind insofern für mich nichts. Das Einzige, was mir hier bisher in dieser Hinsicht bei Demon’s Souls negativ aufgefallen ist, sind die riesigen Raben (der Sinn erschließt sich mir hier nicht, im Gegensatz z. B. zu den Ratten aus Oblivion sind die Raben keine Feinde, müssen deswegen eigentlich nicht extra vergrößert werden, damit man sie sieht). Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dieser Realismus das Spiel psychologisch noch schwerer macht, als es ohnehin schon ist, ich habe es erst mit meinem dritten Character, einem – im Gegensatz zu meiner Jägerin und meiner Magierin – gut gerüsteten Templer geschafft, das erste Level (1-1 …) durchzuspielen.* Daß man kein muskelbepackter Typ ist, der einfach in eine Horde von Viechern springt und alles niedermacht, sollte einem nach den ersten Spielminuten klar sein und das zeigt einem das Character-Design sehr gut.

Auch alles andere ist stimmungsvoll inziniert, von den diversen Dämonen über die In-Game-Elemente (die „Leichen mit Schatz“-Markierung, die Zielerfassung, etc.) bis hin zu den Menüs, die sehr – fast zu – schlicht und technisch gehalten sind, sich aber immerhin nicht in missglückten gemaltem Pergament-Imitationen verlieren (siehe Oblivion).

Dragon Age: Origins ist das genaue Gegenteil, die Grafik und Character-Animation ist nicht nur grottig, es gibt auch absolut keine Schattenspiele, alles ist gleichmässig langweilig ausgeleuchtet. Weibliche Charaktere haben ausnahmslos riesige Brüste, die männlichen tragen Rüstungen, die ich einfach nicht ernstnehmen kann (mal abgesehen von aufs Dreifache skalierten Schulterpanzern verstehe ich nicht, was solche unendlich großen Schnallen da machen, haben die Macher Angst, daß man das sonst nicht erkennen kann? Ist das einfach nur peinlich oder was?). Auch generell herrscht hier wieder dieses Größenverhältnis-Problem vor, was mir meine bisherigen Ausflüge in die Welt der MMORPGs schnell verleidet hat: Die Charaktere wirken wie Zwerge** in einer (schlecht texturieren) Umgebung. Ich bin immer noch nicht dahintergekommen was dieses Missverhaltnis für einen Sinn hat (kann man Häuser etc. sonst aus der Ferne nicht erkennen?).

Gibt es irgendwas, das ich nicht doof fand, an diesem Spiel? Die Geschichte vielleicht, öfters mal vor eine moralische Zwickmühle gestellt zu werden, war recht erfrischend. Aber alles andere war echt zum abgewöhnen, Orks kann ich irgendwie als Gegner überhaupt mehr nicht ernst nehmen (Skelette und Zombies, okay, aber Orks? C’mon, das macht ein Spiel für mich immer zu einer schlechten Kopie von Mittelerde) und ich verstehe nicht, warum die Charaktere „Das sollte kein Problem sein“ sagen, wenn ich sie einen Zauber wirken lasse. Das versetzt mich in so eine komische „unsichtbarer Anführer“/Gott-Position, die für das Hineinversetzen in die Charaktere nicht gerade förderlich ist.

Inhaltlich kann man die Spiele kaum vergleichen, ich bin aber eigentlich ganz froh über Demon’s Souls, das zur Abwechslung mal kaum Handlung hat und sich auf klassisches Dungeon-crawling/Hack ‘n’ slay verlässt. Action-RPG heißt das heutzutage anscheinend. Schön, mir steht grade nicht so der Sinn nach beschaffe Item X, rede mit Person Y und morde Person Z.

Okay, hier nochmal Trailer für Dragon Age: Origins*** und Demon’s Souls. Im Grunde eine gute Zusammenfassung beider Spiele und warum ich das eine gut und das andere schrecklich finde (Dragon Age war so ein Verlegenheits-Ding, weil Red Dead Redemption in der Videothek ausgeliehen war).

* Kann natürlich auch sein, daß ich erst beim Templer begriffen hab, wie das Spiel so funktioniert (nämlich jeden Feind als Gegner sehen, Angriffsmuster studieren, eine Taktik entwickeln und zuschlagen).

** Über diese hahnebüchend unrealistischen Blutspritzer-Effekte lasse ich mich jetzt einfach mal nicht aus.

*** Oder: wer wissen will, wie scheiße Dragon Age wirklich ist, schaue sich bitte dieses Video an (und hier nochmal worum’s bei Demon’s Souls geht).

Animaton: Tom Werber – Losers – »Flush«

Freitag, Juni 25th, 2010

Sweet. Victorian-era Cthulhu/Lovecraft-tentacle-action gepaart mit freshen Rap. Und massenhaft anderen kranken Ideen. Wow.

via Twitch

Animation: »Goutte d’Or«-Trailer

Donnerstag, Juni 24th, 2010

Juhuu, ein toter Pirat trifft eine nackte Hexe mit einem Oktopus als Haare. So soll das sein (wobei ich das Character-Design der Hexe eher schrecklich finde (ein bischen sehr barbiehaft die Dame) aber die Idee werd ich bei Gelegenheit mal klauen):

via Twitch

Illustration Friday: »Slither«

Donnerstag, Juni 3rd, 2010

Tried the Wacom Tablet again, still didn’t really like it. Vectors are much faster to work with, doesn’t take so much time until something doesn’t look totally shitty anymore (my problem still being that I get bored before I get to the point were I begin to like it with the tablet).

Yes, that is a viking-airship. Awesome, huh?

IF-Slither-Vectors

IF-Slither-Wacom

Illustration: »The Book of the Dead«

Samstag, Mai 29th, 2010

Okay, someone calling himself »amotionpicture« (wtf?) posted this entry on ifreelance.com:

ifreelance-bookofthedead

Though that is one of these things you can’t really call »illustration« because you have almost no room for any interpretation I had a vivid image in my mind and though it would be fun to just do it.

I am not going to participate since ifreelance.com is one of those sites that not only fuck up the design-business by making it possible for people to get stuff designed for unbelievable low prices – we have these kind of sites in Germany too, like 12designer or designenlassen – but at least the German sites don’t requiere the designers to pay just for an account* (huh, just saw the guy posted an e-mail-address, maybe I’ll send it to him anyway).

Well, as it has been said on fontblog, people making entries in sites like these deserve to get shit for the no-money they want to spend. Of course there are situations – as maybe the one above – were you just don’t have any money you can give. But especially if you are in the creative industry there should be solutions for that. I think it is quite normal to design t-shirts or booklets for small bands and they give you some merchandise, free entry to a show, a dvd or whatever.

Anyway, I had fun doing this and I am sure that that is completley not what this guy wants since I largely dared to ignore his suggestions (moon, media, insects etc.…):

The Book Of The Dead - Horrormovie Poster

*Coming to think of it: I have no idea if there is a fee on the German sites, I never bothered trying to sign up.

Jetzt isses amtlich

Mittwoch, Mai 26th, 2010

Wow, sogar die Zeit hat erkannt, daß Buffy immerhin besser (= feministisch emanzipierter) war als diese sexistische Kackscheiße mit der Stephanie Meyer dem Vampir-Mythos das antut was Adolf mit seiner verkackten Ideologie den nordischen Mythen angetan hat.

Man wird sich wahrscheinlich für alle Zeiten rechtfertigen müssen, daß man kein Nazi ist oder den Schund von Stephanie Meyer gutheißt, wenn man was mit Vampiren oder Thor macht.

Hieronymus Bosch interaktiv

Samstag, Mai 22nd, 2010

bosch interactive

Hihi, schaut mal, was ich grade wiedergefunden habe (allein der rosa Ladebalken mit völligem Zahlenwirrwarr … ^___^): eine Studienarbeit aus den ersten Semestern zum Thema Hieronymus Bosch, die ich immer zu verdrängen versuche, weil die Bildrechte natürlich gestohlen sind.

Wie auch immer, ist kann man als meinen ersten Versuch zum Thema E-learning begreifen.

»Cirque du Freak: The Vampire’s Assistant«

Sonntag, Februar 28th, 2010

Wow, das ist mal mit Abstand das beschissenste, was ich jemals zum Thema Vampire gesehen hab.

Dylan Dog wird verfilmt

Mittwoch, Januar 27th, 2010

Ich bin ja großer Dylan Dog-Fan, bin mir aber nicht so wirklich sicher ob ich das toll finden soll: der Film wird Dead of the Night heißen, die Schauspieler, Drehbuchschreiber und der Regisseur sagen mir erstmal nichts. Bis es soweit ist, kann man sich erstmal mit der anderen quasi-Dylan Dog-Verfilmung Dellamorte Dellamore (Englischer Titel Cemetery Man! Yay!) begnügen, der auf einem Roman des Dylan Dog-Erfinders Tiziano Sclavi beruht und dessen Hauptrolle Rupert Everett, das Vorbild für das visuelle Erscheinungsbild Dylan Dogs, spielt. Den guten Trailer von Youtube kann man nicht einbinden und bei dem hier hat mal wieder jemand des Seitenverhältnis versaut.* Deswegen wird hier jetzt aus Protest den Trailer von City of the Living Dead eingebunden, den uns Imdb über die Leute, die in diesem Film mitgespielt haben, spielten auch in diesem Film mit-Funktion beschert hat. Classic!

*Aber bei 0:12 gibt’s eine wunderschöne Hommage an Böcklins Totensinsel!

Zitat des Tages

Freitag, Januar 15th, 2010

»I am so beastly tired of mankind and the world that nothing can interest me unless it contains a couple of murders on each page or deals with the horrors unnameable and unaccountable that leer down from the external universes.«

– H. P. Lovecraft

Zitiert nach einem Artikel (einem Ausschnitt aus dem Buch HP Lovecraft: Against the World, Against Life) im Gurardian von Michel Houellebecq, der mit der These beginnt, daß künstlerischer Antrieb immer etwas damit zu tun habe, daß man ein bischen angepisst von der Welt ist. Sie ist einem nicht genug, deswegen will man etwas (er)schaffen.

Sweet.