Archiv für die Kategorie ‘ausstellung’

Museum für Sepulkralkultur Kassel

Dienstag, August 18th, 2009

Am Wochenende war dann mal wieder Museumstag angesagt, als erstes das zwar ganz nette aber irgendwie eher durchschnittliche, Kasseler Naturkunde-Museum, es gab einen Haufen, teilweise begehbare, Dioramen mit leider häufig etwas angestaubten und ranzigen, ausgestoptften Tieren, was ja genau wie die eingesperrten für mich ethisch immer eher bedenklich ist. Da war die giftgrüne, fast leuchtende (lebende) Echse auf jeden Fall das Highlight. Neben echt freakigen Bücherschatullen aus Holz, in denen sich kleine 3D-Stilleben zu den Bäumen befanden aus denen die Kästchen gemacht waren.

Ein wirkliches Highlight hingegen war das Museum für Sepulkralkultur (genau, Sterbe- bzw. Grabkultur, das kann sich ein alter Sargträger wie ich ja nicht entgehen lassen und hat auch eine Reihe von Wortspielereien à la »Sepultura-Museum« oder »Museum für Musealkultur« angeregt). Das Museum selbst ist ganz hübsch einigermaßen im Grünen am Weinberg gelegen, und hat einen mehr oder weniger fetzigen Neubau mit Außen viel Sichtbeton. Ansonsten alles was das Sargträgerherz begehrt, Särge, Totenmasken, Gedenktafeln, Beerdigungswagen und -kutschen etc. pp. Und Kunst!

Leider war nur die Kamera des Mobiltelephons mit dabei und die SD-Karte war auch gestorben, ich muss eigentlich nochmal hin und mehr Photos machen und mir auch die Außenbereiche anschauen. Hinterher gab’s ein Bier auf der riesigen Terasse des historischen Gebäudes mit riesigem Ausblick und Selbstbedienung (sehr cool) nebst Adam’s Family-Flipper. So soll das sein!

Museum für Sepulkralkultur Kassel - Schwimmtrauerkränze

Schwimmreifen als Trauerkränze

Noch viel mehr freakigen Kram gibt’s nach dem Umbruch.

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Pictopia im Haus der Kulturen der Welt

Freitag, April 24th, 2009

Boris Hoppek – Negritos

Ich war ja am Wochenende wieder mal in der einzigen coolen Stadt Deutschlands (Bibaberlin) und hab, neben einer ganz feinen Ausstellung zu Annie Leibovitz im c/o (wobei mir das Gebäude fast genausogut gefallen hat wie die Ausstellung), auch die diesjährige Edition der Pictoplasma-Reihe gesehen. War ein echter Knaller unter anderem mit Gary Baseman, Boris Hoppek und Ben Frost.

Ich weiß nicht genau ob es daran liegt, daß ich damals sowieso noch nicht so auf Character-Design stand, oder ob sich die Qualität tatsächlich steigert, aber ich fand die ersten beiden Pictoplasma-Ausstellungen (von denen ich allerdings auch nur die Kataloge gesehen habe) nicht so toll wie die Pictopia. An diesen »Characters in Motion«-DVDs war ich zwar damals interessiert aber auch da hat irgendwie das »DVDs liegen ja auch hauptsächlich nur doof rum«-Argument gesiegt.

Pictopia war aber genau das was man klein aber fein nennt, für 5 bzw. 3 Euro bekommt man noch bis zum.3.5.09 eine Reihe von fast ausnahmslos guter Arbeiten präsentiert, die von klassischer Malerei über Puppen/Objekt bis zu Performance/Kostüm alles abdecken. Als Highlight kommt ein eigene Austoscooter-Anlage dazu, mit zu Character gemoddeten Scootern. Yay!