Dateien im lokalen Netzwerk teilen

Wenn man mal einen Schritt zurücktritt, ist es schon ganz schön krass, dass es auch 2014 immer noch total aufwendig ist lokal Dateien von einem Computer auf den anderen zu bekommen (ja, das geht irgendwie per Betriebsystem (Samba etc.) aber dann wird’s auch schnell hakelig wenn man mehr als eins hat. Und mit Mobilgeräten wollen wir garnicht erst anfangen …).

E-Mail ist ernsthaft immer noch das Einfachste zusammen mit so Quatsch wie Dropbox etc. Geht alles über’s Internet, was total unnötig (und Post-Snowden auch unverantwortlich) ist, wenn sich zwei Rechner im selben Netzwerk befinden.

Generell gibt’s da zwei Möglichkeiten, entweder macht man das über einen lokalen Server, zu dem sich die Clients verbinden (Piratebox wär’ da eine Möglichkeit). Ich wünsche mir ja sowas wie sharedrop.io (via) nur ohne den ganzen gruseligen Internetteil. Klar muss man sich, um Dateien lokal zu teilen erstmal mit sieben Diensten verbinden (unter anderem Bootstrap und Cloudflare). Gleiches gilt für so theoretisch geile Dinge wie Chrirp, die Daten per Sound übertragen wollen. Nur geht das halt in der Praxis anscheinend so schlecht, dass sie nicht die Dateien sondern die Adresse der Datei auf deren Server per Sound übertragen, also wieder alles übers Internet. So ein Bullshit.

Oder man macht’s P2P, dann braucht jeder wohl ein Programm auf dem Endgerät. Nicht ideal aber was will man machen. OSX hat sowas ja neuerdings eingebaut und es gibt auch ein paar Alternativen, die über Betriebsystemgrenzen hinaus funktionieren. Oh, Dukto sieht echt gut aus (auch wenn der dann bei Programmstart sofort nach hause telefoniert aber das kann man unterbinden) und Android-Version kommt bald.

Gleiches gilt übrigens für Chat, ich verstehe nicht, warum nicht jedes Netzwerk auch sein eigenes Chatdingsi hat, das wäre doch total sinnvoll. Ja, theoretisch geht das, macht aber niemand. Auch hier sieht Piratebox wieder am vielversprechensten aus.

UPDATE: Mh, stimme Blauzahn funktioniert bei mir seit einiger Zeit zwischen OSX (und Linux Mint?) und Android ganz gut. Und wenn man .apks in .txt oder .jpg umbenennt geht SOGAR das. Tecknik, die begeistert!

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  2. Matthias

    Hoi,
    ja, mir geht es ähnlich. Habe für meine Unter-der-Woche Wohnung auch eine PirateBox mit ausgeschalteten WLAN eingerichtet um einfach Daten zu speicher und abzurufen.

    Die 1.0 kommt dann gleich noch mit einem aktivierbaren UPnP media-Server, sodass man auch die Inhalte am Fernseher abspielen kann. Was will man mehr?!
    Samba kann man auch auf den USB-Stick installieren, mh.

    Naja, ich bin halt auch ein PirateBox Nerd ^^

    lg Matthias

  3. jfml Post author

    Yay for PirateBox! Ich find’ die Idee ja immer noch großartig eine mobile Variante zu haben mit der man im Café, Park oder sonstwo abhängt und guckt was so passiert. Das sollte ich mal machen und Android macht da meiner Meinung nach am meisten Sinn.

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