Ach, wie schön das Leben seine Kreise zieht: Bei der Michael Ende-Recherche kam auch noch heraus, daß Arvo Pärt wohl Musik geschrieben hat, die von Endes Kurzgeschichtensammlung »Der Spiegel im Spiegel« inspiriert ist.
Arvo Pärt sagte mir insofern etwas, als daß ich mich zu erinnern meinte, daß mein Vater ihn verehrt, sehr zu recht, wie sich herausstellte. Das betreffende Werk nennt sich »Alina«, dauert eine knappe wundervolle Stunde und enthält zwei Tracks die »Alina« und drei, die »Spiegel im Spiegel« heißen.
Die, stille, in sich gekehrte Klaviermusik ist für mich am ehesten mit Sandhan (nicht die Rockgruppe…) oder Ludovico Einaudi zu vergleichen ist aber noch bei weitem reduzierter und irgendwie klarer. Kein Tamtam, nichts überflüssiges, nur Klaviertöne, teilweise von Cello oder Geige begleitet. Ob es an der Aufnahme oder am Können des Pianisten Alexander Malter liegt mag ich nicht zu sagen aber diese Musik hört sich bei weitem »echter« an als die Stücke von Einaudi, die manchmnal sehr perfekt/steril klingen. Bei Malters Spiel meint man teilweise das Geräusch hören zu können, das ensteht wenn das Pedal heruntergedrückt wird oder ähnliches.
Wunderbar.
